Beitragsfilter

„Wir haben Zeit für Dein Lachen und Deine Tränen“

„Ich glaube, mein Kind trauert nicht“. „Es macht Blödsinn, lacht, ist aggressiv, weint nicht und verhält sich so, als sei nichts passiert“, meinen die besorgten Mütter und Väter. Abhängig von Alter und Entwicklungsstand unterscheidet sich die Art und Weise zu trauern erheblich von der der Erwachsenen. Während Erwachsene bei Trauer in einem Meer aus Tränen versinken, springen die Kinder von Tränenpfütze zu Tränenpfütze. 

Darin liegt auch deren Chance, beides – nämlich Trauer und Freude
– nebeneinander zu fühlen und sich so wieder leichter dem Leben zuwenden zu können. Und Kinder haben ganz feine Antennen. Sie spüren, wenn Vater oder/und Mutter durch ihre Trauer belastet sind und halten ihre eigenen Gefühle zurück. Die Presl Stiftung stellt Angebote für Mädchen und Jungen im Alter von 6 bis 16 Jahren bereit, die einen oder mehrere Angehörige verloren haben. 

Eine der leitenden Mitarbeiterinnen, Dipl. Sozialpädagogin Cornelia Weber (rechts), informierte beim monatlichen Mitgliedertreff in Würzburg mit einem kurzen Lichtbildervortrag über die kreativen, vielfältigen Angebote mit viel Zeit für Austausch, Abenteuer und Bewegung, wie therapeutisches Reiten und Klettern, Elternabende und Familientage ergänzen die Betreuung. Alles was die Kinder beschäftigt, hat hier seinen Platz und sie erfahren, dass sie mit ihrer Trauer nicht alleine sind.